Kamera vs. Gartensprinkler

Obwohl es mir nicht so vorkommt, ist es in den letzten Wochen so trocken gewesen, dass wir bei den Pflanzen im Garten im Moment etwas nachhelfen müssen. Besonders der in einigen Bereichen gelbe Rasen zeugt von den knappen Niederschlägen der letzten Zeit. Aber wenn wir schonmal dabei sind, warum nicht die Pflicht mit der Kür verbinden?

Meine fixe Idee war, den Garten mal aus der Perspektive des Rasensprinklers abzulichten – in Action natürlich! Da die Kamera dabei nicht nass werden soll, ist ein zügiges Platzieren und Abdrücken erforderlich. Und danach muss die Kamera wieder rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, bevor der wandernde Wasserstrahl zurückkommt.

Gartensprinkler
Gartensprinkler in Action

Ich nahm meine gewohnte Kombination Canon EOS M mit dem schnellen EF-M 22 zusammen mit meinem bewährten Ultrapod-Ministrativ zur Hand, entschloss mich aber für die Aufnahme mit Blende 8 (bei Zeitautomatik), um einen größeren Schärfebereich im Bild zu haben. Um einer zu langen Belichtungszeit entgegenzuwirken, stellte ich die ISO-Empfindlichkeit auf 400. Das Ergebnis ist ok – man merkt der Aufnahme etwas die Hektik an, finde ich. Außerdem wurde die obere Aufnahme immerhin noch mit ⅙ Sekunde belichtet. Hier wäre mal interessant zu sehen, welchen Effekt eine deutlich längere Belichtungszeit auf den bewegten Strahl hat. Das werde ich bei Gelegenheit nochmals ausprobieren.

 

Blaue Stunde in Bad Nauheim

Ich habe ab jetzt hin und wieder meine Canon EOS M mit den superkompakten EF-M 22 Pancake im Gepäck, um für gute fotografische Gelegenheiten gerüstet zu sein. Heute war es die Abenddämmerung in meiner Heimatstadt. Mangels Stativ habe ich mir Unterstützung in Form von Parkbänken und Pollern geholt. Nicht optimal, aber pragmatisch, aber man nimmt auch mal eine andere Perspektive ein.

Kurstraße Bad Nauheim

Um die Belichtungsdauer zu begrenzen, habe ich mich für ISO 400, aber immerhin Blende 8 entschieden, was ganz akzeptable Ergebnisse gebracht hat. Im Bild oben fuhr ein abbiegendes Taxi durchs Bild. Man beachte auch die interessanten Reflexionen im Bild, die durch das Fahrzeug verursacht wurden.

Parkstraße Bad Nauheim

Dieses Bild entstand mit denselben Voreinstellungen wie oben, wieder sorgt ein vorbeifahrendes Auto für ein Extra-Highlight.

 

Sprudelhof

 

 Schön hier …!

 

Foto des Tages: Rosenblüte

Diese Rose ist heute zum ersten Mal aufgegangen und hat mich in mein Arbeitszimmer „angestrahlt“. Also bin ich gleich mal raus, um sie frisch abzulichten. Diesmal habe ich an der Canon EOS M den Motivmodus Makroaufnahme verwendet, der für die Aufnahme Blende 4 und 1/60s bei ISO 100 ausgewählt hat.

Zum Vergleich mal eine Aufnahme mit dem iPhone 6 – ich wollte es einfach mal direkt vergleichen – und ebenfalls recht beeindruckendem Ergebnis, wie ich finde:

Aufgenommen mit iPhone 6
Aufgenommen mit iPhone 6

Vergleichstest Canon EF 50mm 1:1.8 STM

Die 50mm Festbrennweite gehört für mich zur Pflicht-Grundausstattung. Mit keiner anderen Optik sind mir so emotionale, schöne Fotos gelungen wie mit meinem Canon EF 50mm 1:1.8 II, das ich schon Ende der 90er für meine damalige Canon EOS 500 gekauft hatte (damals gab’s noch Film 😉). Es steht für Abbildungsschärfe (die Smartphones oder Kompaktkameras mit ihren kleinen Chips so einfach nicht erreichen können), Vielseitigkeit (ohne Blitz in Innenräumen) und durch den extrem schmalen Schärfebereich für die Möglichkeit stimmungsvoller Aufnahmen.

Ich habe mich für meinen ersten Vergleichstest des neuen 50mm STM-Objektivs von Canon dazu entschieden, speziell die Leistung bei Offenblende zu vergleichen. Es treten an: Das Canon EF 50mm 1:1.8 II und das gerade erschienene EF 50mm 1:1.8 STM (siehe auch Canon EF 50mm 1:1.8 STM: Erster Test) an meiner Canon EOS M mit Viltrox EF-M-Adapter.

Alle Aufnahmen wurden mit ISO 100 gemacht. Die Bilder wurden in JPG geschossen und nicht nachbearbeitet. Der Dateigröße zuliebe habe ich die maximale Auflösung auf 2560 Pixel reduziert und dabei eine JPG-Qualität von 80% in Photoshop verwendet. Allerdings gibt es noch eine kleine Wettbewerbsverzerrung zugunsten des alten EF 50mm: Für dieses lagen mir Daten zur Korrektur von Farbfehlern und Vignettierung vor und wurden bereits in der Kamera vorgenommen – beim neuen STM-Modell leider noch nicht.

Was sofort auffällt: Die Naheinstellgrenze der neuen 50mm-Optik von 35cm gegenüber 45cm beim Vorgänger macht einen Riesenunterschied:

Erstes Fazit: Das 50mm STM ist deutlich besser für Makro-Aufnahmen geeignet als sein Vorgänger.

Der nächste Vergleich fand nicht bei Offenblende, sondern mit Blende 11 statt. Ich entschuldige mich schonmal für den nicht ganz identischen Bildausschnitt und die Tatsache, dass ein kleines Rauchwölkchen durchs linke Bild gehuscht ist – das war der Grill (s.u.):

Hier noch ein Bild vom Grill, leider ohne Grillgut 😉.

Canon EF 50 STM – Blende 1.8, 1/160s
Canon EF 50 STM – Blende 1.8, 1/160s

Noch ein paar Worte zum Autofokus: Die Fokussierung des neuen Objektivs ist an der Canon EOS M vergleichbar schnell wie die des alten. Der Tubus fährt bei Nahaufnahmen bis ca. 1 cm aus dem Gehäuse aus, rotiert dabei aber nicht. Möchte man das Objektiv schonen, sollte man darauf achten, die Fokussierung vor dem Ausschalten der Kamera möglichst auf Unendlich zu stellen, denn der Fokusring des STM-Objektivs lässt sich nur bedienen, wenn die Kamera eingeschaltet und der AF-Schalter am Objektiv auf manuell geschaltet ist bzw. bei eingeschaltetem Autofokus, wenn man den Auslöser halb durchgedrückt hat.

Mein Fazit: Das Canon EF 50mm 1.8 STM ist ein gelungener Wurf! Der erste Eindruck ist positiv, auch im Vergleich zum Vorgänger. Es ist hochwertiger verarbeitet, man kann näher ans Motiv rangehen und dank leisem und schnellem STM-Autofokus ist es auch zum Filmen geeignet. Wer das nicht braucht und schon mit dem alten 50mm glücklich ist, muss m.E. nicht unbedingt wechseln.

Canon EF 50mm 1:1.8 STM: Erster Test

 

 

 

Der neueste Spross der Canon EF Objektivfamilie, das 50mm 1:1.8 STM ist eingetroffen und bereit, sich mit seinem Vorgänger (Canon EF 50mm 1:18 II, im Bild links) zu messen.

Meine ersten Eindrücke:

Das neue Objektiv ist minimal kleiner als das alte, aber etwas schwerer und: es hat ein Metall-Bajonett! Die Verarbeitung ist hochwertig, wie von Canon gewohnt – da klappert nichts. Das schlichte Kunststoffgehäuse ist matt, nur am Übergang zum Fokussier-Ring glänzt es.
Altes und neues 50mm 1.8Das Filtergewinde ist mit 49mm Durchmesser etwas kleiner geworden (altes Modell: 52 mm). Im Vergleich zum Vorgänger mit einer etwas umständlichen zweiteiligen „Konstruktion“ bei der Gegenlichtblende gibt es eine wichtige Verbesserung: das 2015er Modell verfügt über ein Außengewinde, wie man es auch von anderen Canon-Objektiven kennt. Die passende Gegenlichtblende von Canon lautet auf den Namen ES-68.

Weitere Neuerung: Die Naheinstellgrenze konnte von 45 auf 35 cm reduziert werden.

Hier noch ein paar Bilder vom neuen 50er, mit einem iPhone aufgenommen. In Teil 2 des Tests werde ich das Objektiv einem Praxistest unterziehen und ein paar Vergleichs-Shots machen.

EF-50_Front EF-50_Metallbajonett

Canon EOS M3

Canon EOS M3

Heute hat Canon die EOS M3 vorgestellt. Sie kommt in einem neuen Gewand und bringt folgende Verbesserungen mit sich:
– Sensor mit 24 Megapixeln
– 6-fach schnellerer Autofocus als das Vorgängermodell
– Klappbares Display
– Integrierter Blitz
– Optionaler elektronischer Sucher
– Wählrad auf der Oberseite
– Besser geformter Handgriff.
Hier geht’s zur Präsentation des neuen Schmuckstücks: http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_M3/index.aspx

Zurück zu großen Sensoren

EOS M mit EF-22

Wie in meinem ersten Blogpost beschrieben, bin ich in die Ära der digitalen Fotoapparate mit Kompaktkameras eingestiegen – in den ersten Jahren ist die Entwicklung ohnehin noch mit großen Schritten vorangegangen und eine Investition in teure Kameras wäre als Hobby mit geringem Budget nicht sehr nachhaltig gewesen.

Trotzdem, irgendwann reicht einem die Qualität einer Kompaktkamera nicht mehr, und zwar spätestens dann, wenn man mal die Schärfe der Fotos mit denen einer Digitalkamera mit einem großen Bildsensor verglichen hat.

Wappen von Bad Nauheim
Aufnahme eines 15 mm großen Wappens mit einer Canon EOS M, Blende 8, Sensorgröße 22,2×14,8mm

Wappen von Bad Nauheim
Aufnahme desselben Wappens mit einer Canon Powershot SX 200 IS, ebenfalls Blende 8, Sensorgröße ca. 6×4,5mm

Die beiden Vergleichsbilder zeigen den Effekt gut auf. Das rechte Bild, mit einer Kompaktkamera von 2009 aufgenommen, ist schon relativ scharf, aber im direkten Vergleich mit der Aufnahme einer Canon EOS M fehlt es ihr deutlich an Detail und Schärfe. Das machen nicht nur der Altersunterschied und die Nebensächlichkeit, dass die Bildauflösung der EOS 18 Megapixel und die der Powershot nur 12 Megapixel beträgt, sondern vor allem die Tatsache, dass der Bildsensor der EOS etwa zehn Mal größer ist!

Zu Filmzeiten hatte jede Fotokamera im Kleinbildformat – wie der Name schon sagt – Filme im Kleinbildformat, nämlich 24 x 36 mm. Bei heutigen Smartphone- und Digitalkamera-Chips ist der Chip noch nicht einmal so groß wie der Fingernagel des kleinen Fingers. Nur noch Profikameras mit einer vierstelligen Zahl auf dem Preisschild verfügen über einen Sensor im Kleinbildformat, heute Vollformat genannt.

In folgender Schaugrafik sind die Sensorgrößen heutiger Digitalkameras schön dargestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/File:Sensorformate.svg

So bin ich also wieder bei einer „richtigen“ Kamera gelandet. Mein Hobby-Equipment besteht aus einer Canon EOS M mit derzeit drei Objektiven, einem Blitz und einem Ministativ, passend zur Größe der restlichen Komponenten.

Mein EOS M Equipment

Ich habe mir diese Kamera im Sommer 2013 zugelegt, nachdem ich über den stolzen Preisverfall von über 50% gestaunt hatte. Dieser geht hauptsächlich auf das Konto des vielfach bemängelten Autofokus. Canon hat hier mit einem Firmware-Update nachgebessert, so dass die automatische Scharfstellung jetzt schneller als bei Kompaktkameras, aber nicht auf demselben Niveau wie von den Spiegelreflexkameras gewöhnt, ist.

Für mich ist das verschmerzbar, und für den Preis von 300-350,- € erhält man eine sehr hochwertig verarbeitete Kamera mit einem ebenso hochwertig verarbeiteten Kit-Objektiv (EF-M 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS STM) und sogar den EX-90 Systemblitz. Es gibt für die EOS M außerdem einen Adapter, um die riesige Auswahl an Canon EF- und EF-S-Objektiven an der EOS M nutzen zu können. Das sollte die Entscheidung zugunsten der insgesamt gut gelungenen ersten Systemkamera von Canon erleichtern.

Link: Artikel zur Vorstellung der Canon EOS M in Mac-Rewind

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